Knuspriges Knäckebrot mit Kürbismarmelade

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Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Manchmal bin ich ganz überrascht von meinen Kochkünsten und kann beim ersten Bissen oft selbst kaum glauben, dass ich dieses leckere Gericht alleine zubereitet habe. So auch heute, mit diesem Rezept für ein knuspriges Knäckebrot mit selbst gemachter Kürbismarmelade à la Sprinzeminze.

Denn eigentlich war für heute gar kein Rezept für den Blog geplant, hätte ich nicht vergessen am Samstag einkaufen zu gehen. In letzter Zeit, müsst ihr nämlich wissen, bin ich so sehr mit Arbeit zugedeckt und finde kaum Zeit für irgend etwas anderes in meinem Leben.

Leider kommt deswegen auch der Blog etwas zu kurz, was ich sehr schade finde. Immerhin ist das Bloggen selbst nach fast zwei Jahren immer noch ein riesen großes Hobby von mir, dass mir einfach wahnsinnig viel Spaß macht und demnach auch sehr am Herzen liegt.

Ich halte aber überhaupt nichts davon auf Zwang Blogbeiträge zu schreiben und noch weniger Beiträge online zu stellen, die ich nicht gut finde oder die ich aus Zeitgründen einfach nur lieblos daher geschrieben habe. Dann poste ich lieber einige Tage bzw. in diesem Fall zwei Wochen keinen Beitrag und hoffe innerlich darauf, dass mir meine Leser dies nicht all zu übel nehmen.

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Ich habe Hunger

Gut, dass heute am Sonntag mein Kühlschrank so leer war und ich richtig großen Hunger hatte, denn so kam mir auch die Idee für diesen Blogbeitrag. Klar, ich hätte auch online etwas ordern können. Da ich aber die letzten zwei Wochen eine nette Kooperation mit Lieferservice.at hatte und deswegen auch sehr viel bestellt habe, kam das Kochen etwas zu kurz bei mir.

Ich wollte heute unbedingt wieder einmal etwas selbst zubereiten und wie sagt man doch gleich, den Kochlöffel schwingen. Also habe ich nachgesehen, welche Reste in meiner Küche noch zu verwerten waren. Und da war er, ein halber Kürbis, ganz hinten im Kühlschrank versteckt und bereit endlich verzehrt zu werden.

Eigentlich hab ich mittlerweile schon genug von Kürbis. Kürbis gebacken, Kürbispommes, Kürbissuppe oder Kürbisrisotto. Ich glaube seit zwei Monaten gibt es kaum etwas anderes bei mir Zuhause zum Essen. Aber gut, aus der Not heraus und weil ich wie schon gesagt großen Hunger hatte, wurde der über gebliebene Kürbis verwertet und das war auch richtig gut so.

Denn mit dem halben Kürbis wollte ich einmal etwas anderes, süßliches machen und habe mich so für eine einfache, aber dennoch richtig leckere Kürbismarmelade entschieden.

Da war aber noch ein Problem. Jetzt hatte ich zwar die Idee mit der Kürbismarmelade, aber worauf sollte ich sie streichen? Brot hatte ich, wie ich sehr schnell bemerken musste, nämlich ebenfalls keines mehr Zuhause. Ich war ein wenig am Verzweifeln. Sollte ich doch wieder etwas zu Essen online bestellen oder gleich einen Diättag einlegen?

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

In der Not frisst der Teufel Fliegen

Nein, ich habe natürlich keine Fliegen gegessen, solche Delikatessen überlasse ich meinen Katzen. Ich hatte Kohldampf. Richtigen Kohldampf. Und ich wollte jetzt unbedingt diese Kürbismarmelade. Also habe ich mich daran erinnert, dass ich vor Jahren einmal eine Phase hatte, in der ich mein Brot selbst gebacken habe und dass dieses eigentlich immer sehr gut geschmeckt hatte.

Mit dem Brot backen aufgehört habe ich eigentlich nur, weil ich keinen ganzen Kilo Brot alleine essen konnte und es so ständig hart wurde und ich es wegwerfen musste.

Genau so lange, wie ich kein Brot mehr gebacken habe, habe ich auch kein Knäckebrot mehr gegessen. Gekauftes Knäckebrot schmeckt mir einfach so gar nicht. Meine Brotrezepte habe ich mir jedoch bis heute gut aufbewahrt, weil ich ganz genau wusste, irgendwann würde ich sie wieder brauchen. Und Mehl ist Gott sei Dank immer bei mir Zuhause zu finden.

Wenigstens etwas, dass man in meiner Küche finden kann. Kürbis und Mehl, zwei Grundzutaten die man einfach immer Zuhause haben sollte, glaubt ihr nicht auch? Denn spätestens, wenn ihr dieses Rezept ausprobiert habt, werdet ihr mir zustimmen.

Hier also für euch das Rezept für ein knuspriges Knäckebrot mit der leckersten Kürbismarmelade die ich je gegessen habe. Kocht dieses Rezept unbedingt nach, ich bin mir ziemlich sicher, ihr werdet es ebenso lecker finden wie ich. Sprinzeminze Ehrenwort!

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Knuspriges Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Zutaten Knäckebrot:

  • 250g Roggenmehl
  • 250g Weizenmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Essig
  • ca. 170ml Wasser
  • 3 EL Brotgewürz (z.B. von Babette’s)
  • 150g Pflanzenbutter (z.B. Alsan)

Zutaten Kürbismarmelade:

  • 500g Hokkaidokürbis
  • den Saft einer halben Zitrone
  • 200g Zucker

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Und so einfach geht’s

Beginnt am besten mit dem Knäckebrot – Teig, da dieser doch etwas länger als die Marmelade braucht um fertig zu werden. Für den Teig vermischt ihr einfach das Mehl mit dem Salz und dem Brotgewürz zusammen. Ich habe mich für die fertige Gewürzmischung von Babette’s entschieden, weil ich dieses erstens, gerade Zuhause hatte und zweitens, die Gewürze von Babette’s einfach die besten sind. Wasser und Essig zum Mehl dazu geben und alles zu einem Teig verkneten.

Ein weiteres Rezept für eingelegte Radieschen mit einer Gewürzmischung von Babbette’s findet ihr hier!

Jetzt wird es etwas mühsam. Der Knäckebrot – Teig braucht nämlich einige Zeit bis er fertig ist. Zuerst schneidet ihr in euren fertig gekneteten Teig ein X und gebt diesen dann zugedeckt für zirka 15 Minuten in den Kühlschrank. Bestreut in der Zwischenzeit eure Arbeitsplatte mit etwas Mehl auf die ihr dann den Teig gebt. Zieht die Einschnitte vom Teig nach außen und rollt ihn dann etwa 1 cm dick aus.

Auf den ausgerollten Teig kommt nun gut verteilt und in kleinen Stücken die Pflanzenbutter, die ihr in den Händen zerkleinern könnt. Klappt die zwei gegenüberliegenden Seiten vom Teig so zusammen, dass die Butter in der Mitte vom Teig und nicht mehr sichtbar ist.

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Der Teig kommt nun ein weiteres Mal für etwa 10-15 Minuten in den Kühlschrank. Danach holt ihr in wieder heraus, rollt den Teig erneut zirka 1 cm dick aus und klappt die beiden gegenüberliegenden Seite in der Mitte zusammen. Der Teig darf nun ein weiteres Mal in den Kühlschrank. Diesen Vorgang wiederholt ihr nun noch 1-2 mal.

Der Backofen kann nun auf 200°C vorgeheizt und ein Backplech mit Backpapier ausgelegt werden. Holt euren Knäckebrot – Teig ein letztes Mal aus dem Kühlschrank und rollt in so dünn wie möglich aus. Bei mir war der Teig zirka 4-5 mm dick.

Nun könnt ihr Quadrate oder Rechtecke aus dem Teig ausschneiden. Größe, Form und Muster spielen dabei keine Rolle. Ich habe mich für kleine Stücke entschieden, die ich mit meinem Ravioli-Rad zugeschnitten habe. Bevor die Stücke in den Ofen kommen, habe ich sie noch zusätzlich mit etwas Brotgewürz betreut. Auf mittlere Schiene wird das Knäckebrot für zirka 10-15 Minuten knusprig gebacken.

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

Die Kürbismarmelade geht etwas einfacher. Den Kürbis mit einem Sparschäler schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Stücke mit ein wenig Wasser, Zitronensaft und Zucker in einem großen Topf aufkochen und bei mittlere Hitze für zirka 30 Minuten lang köcheln lassen.

Zwischendurch die Kürbismarmelade immer mal wieder umrühren und die Stücke mit einer Gabel oder einem Pürrierstab zerkleinern. Die noch heiße Kürbismarmelade ergibt zirka 500g und kann noch heiß in ein verschließbares Glas gefüllt werden.

Knäckebrot mit Kürbismarmelade

*Das Brotgewürz von Babette’s wurde mir im Sommer als PR-Sample zugeschickt

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