Lido di Venezia – Ein Abenteuer am Strand

Der Tag am Strand von Lido Di Venezia war mein persönliches Highlight in unserem Venedig-Urlaub. Ich liebe das weite Meer und den Geschmack von Salzwasser auf den Lippen. Ewig lange am Strand entlang spazieren, dem Klang der Wellen lauschen und der frische Windhauch, der einem durch die Haare weht, lässt mich alles rundherum vergessen.

Muschel Lido Stand Urlaub

Nach zwei Tagen Stadtbummel durch Venedig ging es am dritten Tag mit dem Wasserbus auf nach Lido Di Venezia. Lido ist der Hauptort dieser Insel, die sich in der Lagune von Venedig befindet. Zirka 10 Minuten braucht man mit dem Wasserbus oder dem Wassertaxi von Venedig aus dorthin. Wenn ihr auf Google oder in den gängigen Reiseführern über Lido nachforscht, könnt ihr darin lesen, dass die allermeisten erstmals erstaunt darüber sind, dass auf dieser Insel Autos und Busse fahren.

Oder dass an diesem Ort das Filmfestival von Venedig stattfindet und sogar sexy George Clooney zu dieser Zeit hier in einem prachtvollen Hotel namens Grand Hotel Excelsior übernachtet. Das klingt zwar ganz spannend, mir war das alles aber egal. Lido stammt nämlich vom lateinischen Wort litus und bedeutet soviel wie Strand oder Küste – und genau da wollte ich hin.

Urlaubsfoto Meer schlechtes Wetter

Das Wetter an diesem Tag war schrecklich. Ständig zog eine Regenwolke nach der nächsten über uns auf und laut Wettervorhersage sollte das auch den ganzen Tag so bleiben. Der liebe Andi wollte aus diesem Grund wieder zurück nach Venedig oder auf die Glasinsel Murano fahren, aber ich blieb sturr und überredete ihm wenigstens ein bisschen hier zu bummeln und danach die Insel mit dem Bus abzufahren. Denn wenn ich schon einmal hier bin, dann will ich auch alles sehen. So bin ich.

Aus dem Bummeln und einer kleinen Shoppingausbeute wurde nichts. Scheinbar gibt es nur eine Haupteinkaufsstraße in Lido und das war genau die kleine Straße, die von unserem Hotel aus zum öffentlichen Strand führte und die man in nicht einmal 10 Minuten durchgegangen war.

Also stiegen wir in den Bus. Das Ticket pro Person kostete 3€ für eine Strecke und bis auf ein paar Einheimische war er so gut wie leer. Nach etwa einer viertel Stunde waren wir weit genug südlich, der Regen hatte inzwischen auch aufgehört und es war nur noch ein leichtes Nieseln auf der Nasenspitze zu spüren. Also stiegen wir aus. Die Region oder Stadt hier nannte sich Malamocco. Wir gingen an den zehn Häusern vorbei und kamen zu einer sehr schönen naturbelassenen Flusslandschaft, die mich ein bisschen an einen Seerundgang am Pressegger See erinnert hat, der sich in meiner alten Heimat in Kärnten befindet.

Strand Sumpfgebiet Urlaub Lido

Abenteuerliches Lido di Venezia

Wir gingen also ein Stück den Weg entlang. Es war teilweise extrem matschig. Meine weißen Converse sind bei jedem Schritt etwas tiefer in den Matsch gesunken und langsam kam mir der Gedanke, wieder zurück ins Hotel zu fahren. Aber dann war da plötzlich so ein kleiner unbedeutender Hügel vor uns. Vollkommen uninteressant und nichtssagend. Trotzdem zwang mich etwas dort hinauf und da war es; das Meer.

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Der Matsch, unsere nassen Kleider, der Wind und der immer wiederkehrende Regen waren uns nun egal. Keiner von uns beiden dachte mehr an eine Umkehr. Wir wollten einfach nur noch an diesem wunderschönen Strand entlanglaufen, ein paar Muscheln einsammeln und dieses Abenteuer in vollen Zügen genießen.

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Wir hüpften von einem Felsen zum nächsten, schrien ganz laut und waren einfach extrem glücklich. Kein Mensch außer uns beiden war weit und breit zu sehen und ich glaube, dass hier auch im Hochsommer nicht viel los ist. Die Hauptstrände der Hotels sind eher nördlich gelegen und da Lido auch nicht so bekannt für die Touristen ist, kann ich mir vorstellen, dass auch bei Schönwetter nur ein paar wenige Radfahrer oder Einheimische hier vorbeikommen.

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Nach ein paar hundert Meter fanden wir einen Steinweg der ein kleines Stück ins Meer hinaus führte. Wahrscheinlich ist dieser einmal gebaut worden um bei einem hohen Wellengang eine Überschwemmung zu verhindern oder um die hohen Wellen abzuwehren. Irgend jemand hat sich hier wirklich sehr viel Mühe gegeben und so wie wir unsere Baumhäuser bauen hat er oder sie dort eine kleine Strand- bzw. Partyhütte errichtet. Es waren eine Holzbank, ein Tisch und sogar zwei Schaukeln dort, die ich natürlich, obwohl sie klatschnass waren, sofort ausprobieren musste. Eine perfekte Location für eine sicher noch perfektere Strandparty. Ach, wie gern würde ich dort einmal feiern. Kommt jemand mit?

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Etwa hundert Meter weiter fanden wir noch eine so tolle Location, bei der sogar noch die leeren Flaschen und das Besteck der letzten Partynacht rumstanden. Die Einwohner von Lido wissen ihren Strand definitiv zu schätzen.

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Gespenstisches Lido di Venezia

Leider war unser Abenteuer dann auch schon vorbei. Ein heftiger Regenschauer setze ein, das Wasser begann zu steigen und ein paar große Gewitterwolken zogen auf. Das war dann doch etwas zu gefährlich für uns zwei und so beschlossen wir schnell das Weite zu suchen. Da dieser Strand umgeben von einem Naturgebiet ist fanden wir so schnell keinen Ausweg, sondern nur eine kleine, längliche, alte und verlassene Hütte zu der wir flüchteten. Es war richtig gruselig dort, die Spinnennetze hingen von der Decke und es lagen noch extrem viele Sachen herum. Nachdem wir uns davon überzeugt hatten, dass dort wirklich niemand anzutreffen war konnten wir anfangen dieses Gebäude zu erforschen.

Es war wohl eine alte Umkleidekabine mit Krankenstation und einer kleinen Küche. Die Töpfe standen noch am Herd, in den Umkleidekabinen hingen noch Klamotten und auf dem Boden lagen neue und alte Sachen herum. Ich fühlte mich wie in einem schlechten Horrorfilm und hatte ständig Angst, dass aus irgend einer Ecke doch noch jemand rausspringen und uns erschrecken würde, aber wie schlechte Horrorfilme nun einmal enden hörte der Regen auf und wir fanden doch noch einen Weg dort raus und sind mit dem Bus wieder ins Hotel gefahren.

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Schmetterling Stein Lido Strand
Umkleidekabine verlassen Lido Strand alt

Es war einfach so herrlich und wunderschön an diesem Ort in Lido. Am liebsten wäre ich nie wieder weggegangen. Eine Zeit lang hab ich einfach nur am Strand gesessen, die hohen Wellen bewundert und mir gedacht; „Verdammt Iris, warum hast du in solchen Momenten kein Surfbrett bei dir?!“ Ich wollte schon immer einmal surfen lernen á la Miami Beach-Girl.

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Die höchsten Wellen reiten und mit den Haien um die Wette schwimmen, leider habe ich aber ein Problem mit zu tiefen Gewässern und Angst davor den Boden unter meinen Füßen zu verlieren. Aber meine Motivation endlich doch das Surfen zu lernen ist seit diesem Tag enorm gestiegen und ich habe gehört, der Neusiedlersee würde sich perfekt für mich und mein Hosenscheißer-Image eignen.

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FashionqueensDiary

Auf Lido habe ich vor zwei Jahren Urlaub gemacht und bin für 2 Tage nach Venedig rüber gefahren – also genau anders rum wie du 😀 Aber ich habe es auch total genossen, zumal wir mega tolles Wetter hatten! Klasse Fotos!

Luisa

Heeey! Ich hab endlich mal die Zeit gefunden um bei dir auf der Seite zu schauen. Bin noch nicht fertig geworden, aber ich komm gerne nochmal wieder, denn ich finde es hier sehr toll! 🙂 Generell mag ich deine Fotos! Mit was für einer Kamera fotografierst du?:)
Ich wünsche dir einen schönen Abend und mach weiter so:)

Ganz liebe Grüße
Luisa

Tanja

Liebe Iris,
Ich liebe alle deine Fotos – du hast echt ein Händchen für die Fotografie. Würde auch gerne so tolle Bilder schießen können. Sieht nach einem tollen Urlaub aus! 🙂
Wünsche dir ein tolles Wochenende <3
Liebe Grüße
Tanja. xx

Patricia

So schön 😀
Meine Eltern sind auch gerade am Strand von Lido <3 Langsam bereue ich, dass ich nicht doch mit ihnen mitgefahren bin, aber ich dachte 10 Tage wären mir irgendwie zu lang..
Hach, wie gern würd ich auch endlich mal wieder an den Strand!!

Eva Maria

Ui, bei solch tollen Fotos kann ich nachvollziehen, dass das dein Lieblingsort war 😀 Super gelungen!

Liebe Grüße, Eva

misses popisses

WUNDER WUNDER WUNDERSCHÖÖÖNER Bericht und die Fotos gefallen mir sehr. Am liebsten würde ich gleich wieder verreisen… 🙂
Schade, dass der urlaub sooo schnell vergeht.
Liebst Elisabeth

Nicole

Liebe Iris,

toller Blogbeitrag und so schöne Bilder.
Dein Bericht hört sich so schön an und bringt mich dazu, dass ich sofort packen möchte und dahin will. Venedig steht sowieso schon ganz lange ganz weit oben auf meiner Liste.
Ich hab surfen gelernt als ich in australien studiert hab – musst du unbingt probieren, macht so viel Spaß.

Liebste Grüße

Nicole

Julia

Hallo Iris,
unglaublich schöne Bilder !!! Ich mag Italien sehr und dein Post macht mir gleich Lust darauf mal wieder hin zu fahren 🙂 !
Liebe Grüße, Julia

Dani

Ein richtig schöner Beitrag und tolle Bilder. ♥
Liebe Grüße,

Dani

Missevaloves

Liebe Iris, dein Lidopost ist einfach herrlich zum Lesen. Ich trau es mich ja gar nicht sagen, aber ich war schon 3 mal in Venedig und noch kein einizges Mal am Lido! Uiuiuiuiui! Nach deinem Bericht weiß ich, dass ich beim nächsten Venedigaufenthalt einen Besuch bzw. Strandtag dort fix einplanen werde. Muscheln sammeln! Ich liebe Muscheln sammeln. Ich könnte den ganzen Tag damit verbringen.
Und jaaaaa surfen lernen geht am Neusiedlersee gut, zumindest wenn du’s mit Windsurfen versuchen willst. Podersdorf ist ein heißer Tipp. Ich kanns zwar nicht gut, aber ich bemühe mich! Liebe Grüße!