Lifeupdate 1.0 – Gedanken zum Jahresende

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Lifeupdate 1.0! Während es vor meiner Türe fade vor sich hin nieselt und alles grau in grau erscheint, beginne ich über das vergangene Jahr nachzudenken. Schon wieder sind fast zwölf Monate um. Zwölf Monate mit vielen Höhen, aber doppelt so vielen Tiefen. Ja, 2017 meinte es heuer nicht sehr gut mit mir. Trotzdem bleibe ich positiv und lächle dem neuen Jahr voller Vorfreude entgegen. Alles im Leben hat einen Sinn und alles kommt meiner Meinung nach genau so, wie es kommen muss, außer man versucht aktiv etwas daran zu ändern!

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Mein erstes Lifeupdate

Heute frage ich mich, was bleibt übrig von diesem Jahr? Was nehme ich mit? Ein paar hundert Fotos auf meinem Instagram Kanal mehr? Oder auch das, was man durch seine Erfahrungen und Fehlentscheidungen dazu gelernt hat?

Mit diesen tiefsinnigen Fragen leite ich heute mein erstes Lifeupdate am Blog ein. Persönliche Gedanken und aktuelle Geschichten aus meinem Leben fand man bisher nur sehr selten und gut versteckt zwischen den Zeilen meiner Blogbeiträge. Nicht jeder meiner Leser ist jedoch eine Miss Marple oder ein Columbo und so musste man schon etwas genauer durch meine Texte lesen um zu erfahren, wer genau ich eigentlich bin, was ich den ganzen Tag über so treibe, oder um welche Themen meine Gedanken aktuell kreisen. Ab nun wird sich dies aber ändern. Immerhin, soll es hier auf meinem Blog nicht nur um schöne Bilder, kurze Texte und Produktplatzierungen gehen. Ich möchte euch ab nun mehr an meinem Leben teilhaben lassen. Euch erzählen, was gerade so bei mir passiert, wie es mir geht und was in nächster Zeit so alles ansteht.

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Warum ich keine Freude mehr am Bloggen hatte

Schon seit dem Sommer war ich sehr unglücklich mit meinem Blog. Es ging nur mehr noch um Zahlen, um Kooperationen und auch, wenn ich lange gebraucht habe um es mir einzugestehen, auch um Konkurrenzdenken. Irgendwann stellte ich mich dann der großen und unausweichlichen Frage; Für wen schreibe ich eigentlich meine Blogbeiträge? Schreibe ich hier wirklich nur, weil ich Spaß am Bloggen habe? Oder bestimmen SEO, Kooperationspartner und die Seitenaufrufe der Leser im Endeffekt über das was ich schreibe und über die Themen die ich aufgreife?

Ich war mir nicht mehr sicher, was ich wollte. Immerhin hatte ich eine Zeit lang sehr gut mit dem Blog und meinem Instagram Kanal verdient. Andererseits folgte eine Produktplatzierung der nächsten und aus dem Spaß und der Leidenschaft zum Bloggen wurde ein richtiger Job. Fast jeder Blogger den ich kennen gelernt habe, träumt davon, von seinem Blog zu leben, gratis durch die Welt zu reisen und teure Designerware geschenkt zu bekommen. Natürlich ist daran auch nichts verwerfliches und Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Ich möchte auch auf keinen Fall alle in einen Topf werfen. Aber ich möchte dennoch klar stellen, dass ich nie zu dieser Sorte gehört habe.

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Vollzeitjob und Bloggen

Bloggen war für mich schon immer ein Hobby. Ein Hobby neben meinem Vollzeitberuf als Ordinationsassistentin. Ein Job den ich liebe, auch wenn er manchmal sehr anstrengend sein kann. Ein Job bei dem ich meine sozialen Stärken nutzen und anderen Menschen helfen kann. Mit einem geregelten Einkommen und mit dem Wissen, am Ende des Tages etwas Gutes getan und einigen Menschen geholfen zu haben. Ein Gefühl, dass mir der Blog, solange ich mich nicht zu einer DariaDaria entwickeln werde, nie geben kann. Und ganz ehrlich, ich bin Meilenweit entfernt eine DariaDaria zu werden. Daher versuche ich auch gar nicht erst in ihre Fußstapfen zu treten.

Ich habe für mich die Regelung getroffen, dass ich weiterhin Bloggen werde. Aber so wie es mir gefällt und wie ich es mir zeitlich neben meinem Job einteilen kann. Ich will nicht auf Zwang zwei oder mehr Blogbeiträge in der Woche veröffentlichen, hinter denen ich nicht zu hundert Prozent stehe, nur weil es eine Vergütung dafür gibt. Ein Blogbeitrag reicht vollkommen aus, auch ohne Vergütung und wenn es sich zeitlich einmal nicht ausgehen sollte, dann gibt es eben einmal zwei Wochen lang keinen Beitrag.

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Was euch 2018 hier am Blog erwarten wird

Auch wenn es sich für den ein oder anderen anfänglich so anhört, als würde hier am Blog bald nur noch tote Hose herrschen, der irrt. Denn ich habe mir für 2018 sehr viel vorgenommen. Ich möchte wieder aktiver werden, mehr verreisen und mehr Abenteuer erleben. 2017 war einfach viel zu langweilig für mich und ich habe gemerkt, wie sehr ich selbst die Kurzausflüge am Wochenende vermisst habe. Daher habe ich gleich für Jänner schon zwei tolle und unvergessliche Ausflüge mit lieben Freunden geplant, an denen ich euch auf jeden Fall hier am Blog teilhaben lassen werde. Das ist zum einen eine Heißluftballonfahrt über die verschneiten Alpen und zum anderen eine Schlittenfahrt mit Huskys. Ich bin schon richtig aufgeregt auf beide Erlebnisse und kann den Jänner daher kaum noch erwarten.

Auch meine Leidenschaft fürs Basteln ist wieder zu mir zurück gekehrt und ich bin so kreativ wie schon lange nicht mehr. Viele DIY Ideen strömen gerade einfach nur so aus mir heraus und brennen darauf umgesetzt zu werden. Freut euch auf ein spannendes Jahr 2018 mit vielen Beiträgen über Wanderlust, gutes Essen, schönen DIYs und viel mehr Persönlichkeit.

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Selbstfindungskrise und mein 30. Geburtstag

Tja nicht nur der Blog sorgte 2017 für eine kleine Krise bei mir. Auch mein 30. Geburtstag lies mir innerlich keine Ruhe. Während ich täglich vor dem Spiegel stand um die ersten kleinen Fältchen zu kaschieren und ein graues Haar nach dem anderen auszupfte, hatte ich viel Zeit um über mein Leben nachzudenken. Darüber was ich alles schon erlebt habe. Aber auch darüber wie viel ich aufgrund von Angst oder Vernunft bisher verpasst habe. Vor allem, weil ein NEIN viel einfacher und schneller aus meinem Mund gesagt ist, als ein lautes und freudiges JA. Zugegeben ich bin sehr gerne faul und manchmal liege ich viel lieber den ganzen Tag eingekuschelt im Bett und schaue Netflix. Vor allem dann, wenn die neuen Staffeln von Stranger Things, Riverdale und How to Get Away with Murderer gleichzeitig anlaufen.

Genug also mit den vielen faulen Abenden auf der Couch und Jammern voller Selbstmittleid. Ich werde nicht jünger und die Uhr tickt. Auch die Tage an denen ich 2017 Sport gemacht habe, kann ich an einer Hand abzählen. Ich will wieder fitter werden. Raus in die Natur und Abenteuer erleben. Mein Vorsatz für 2018 – Öfters wieder JA zu sagen! Das Leben wird nicht besser oder schlechter, nur weil man 30 wird. Es verändert sich vielleicht nur ein wenig, aber in welche Richtung bestimme ganz alleine ich. Selbstmitleid und Selbstfindungskrise ade.

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Hermagor und der erste Schnee

Meinen 30. Geburtstag wollte ich daher heuer einfach nicht feiern. Ich wollte so wenig Menschen wie möglich sehen und daher bin ich Anfang Dezember zurück zu meinen Wurzeln, in meine alte Heimat, nach Hermagor gefahren. Eine Entscheidung die ich besser kaum treffen hätte können, denn der Winter war dort, wie ihr an den Fotos unschwer erkennen könnt eingekehrt. Hermagor lag tief tief tief im Schnee und präsentierte sich als das wunderschöne Winterwonderland, dass ich schon in meiner Kindheit so sehr geliebt habe. Ihr müsst nämlich wissen, ich liebe den ersten Schnee. Wenn es draußen beginnt zu schneien und sich langsam eine weiße Schicht auf alles niederlegt, kann ich kaum noch ruhig sitzen bleiben. Schnell schlüpfe ich dann in Stiefel und Wintermantel und laufe freudig nach draußen, um die ersten Schneeflocken mit der Zunge einzufangen. Es gibt eben Dinge, die ändern sich einfach nie, egal wie alt man wird.

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Ich bin wieder solo und meine beste Freundin bekommt ein Kind

Während ich ein paar wunderschöne Tage im Winterwonderland mit meiner Mama und ganz vielen tollen Lieblingsmenschen verbracht hatte, wurden währenddessen in Wien die Koffer gepackt. Nach sieben Jahren und einem ständigem Hin und Her war es einfach an der Zeit, das A und ich uns voneinander lösten. Viel zu lange hatten wir diese Entscheidung hinaus gezögert, immer wieder aufgeschoben und sind uns so nur selbst im Weg gestanden. Manchmal entwickeln sich zwei Menschen eben in zwei komplett andere Richtungen und wünschen sich so, vollkommen gegengesetzte Dinge für ihr Leben. Aber manchmal sind gute Freundschaften auch viel wichtiger als Beziehungen und ich bin froh A als Freund zu haben. Vielleicht sogar als besten Freund.

So kam es, dass ich seither alleine Zuhause sitze. Naja, Coco und Olly, meine beiden Tiger sind ja noch hier. Aber es ist still hier, richtig still und ich höre dem Ticken der Wanduhr zu, während ich diesen Beitrag schreibe. Es ist ein komisches Gefühl für mich alleine zu sein. Ein Gefühl, dass ich kaum kenne. Ich bin einer der Menschen, die ständig jemanden um sich herum brauchen. Mir würde nie einfallen einmal alleine in ein Lokal essen zu gehen oder mich alleine ins Kino zu setzen. Selbst für die banalsten Dinge, brauche ich einen Menschen an meiner Seite mit dem ich das Erlebte, und sei es noch so langweilig, teilen kann.

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Wenn ihr jetzt aber glaubt, dass ich mir deswegen sofort jemanden bei Tinder anlache dann liegt ihr falsch. Ich habe beschlossen, das Alleinsein erstmals zu genießen und meine Freundschaften wieder mehr zu pflegen. Vor allem die Freundschaft, zu meiner besten Freundin D aus Hermagor leidet sehr durch die Entfernung. Früher war es so einfach für uns, wir gingen nur ein paar Schritte über die Straße und sahen uns schon. Heute trennen uns mindestens 4,5 Stunden Autofahrt.

Jetzt hat sie ein Haus, einen Bauernhof, ist schwanger und bekommt demnächst ihr erstes Kind. Ich war noch nie ein großer Freund von Babys, aber bei ihr ist das anders. D hat dieses schöne Strahlen in ihren Augen bekommen, ein Strahlen, dass angeblich nur werdende Mütter in sich tragen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich für sie freue und ich bin selbst schon ein wenig aufgeregt und neugierig auf den kleinen neuen Erdenbürger. Oder Erdenbürgerin? D will sich überraschen lassen und ich finde das eine richtig tolle Idee. Denn egal ob Mädchen oder Bub, das Kind wird mit offenen Armen und sehr viel Liebe empfangen werden. Aus diesem Grund habe ich auch beschlossen eine ganz tolle Tante zu werden und wieder öfters als nur 1-2 mal pro Jahr nach Hermagor zu fahren, um die beiden und natürlich auch meine ganzen anderen Lieblingsmenschen dort zu besuchen.

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Neu fokussiert ins Jahr 2018

Ich habe heuer kapiert, dass nicht immer alles gut laufen muss um glücklich zu sein und auch dass man nichts gegen den Egoismus der Menschheit machen kann. Man kann nicht jedem alles recht machen und man kann schon gar nicht jedem helfen. Vor allem wenn derjenige die Hilfe nicht einmal sehen würde, wenn man sie ihm auf einem Silbertablett serviert. Daraus habe ich auch gelernt, dass es besser ist seine eigenen Schubladen aufzuräumen, bevor man die Socken der anderen sortiert. Ich habe wieder einmal gelernt, wie wichtig Freundschaften für mich sind und dass es dabei gar keine Rolle spielt, ob ich meine Freunde an einer oder beiden Händen abzählen kann. Ich habe mich neu fokussiert. Mir bewusst gemacht, was für mich wichtig ist, was ich machen will und was ich im Leben wirklich brauche. Ich habe mir Ziele gesetzt. Menschen aus meinem Leben entfernt, die mir nicht gut getan haben und Dinge aussortiert, die ich nicht zum Glücklichsein brauche. Und zu guter letzt, habe ich eingesehen, dass man Beziehungen, die nicht mehr gut sind loslassen muss, damit man als Freunde wieder zueinander finden kann.

 

13 Comments
  • Nataya A

    Antworten

    Hallo Iris,

    Was für ein toller Beitrag. Ich lese solche Beitrag auch gerne, den du gut geschrieben hast. Neben Heissluftballonfahrt und Schlittenfahrt mit Huskys sind Solo und Tante zu sein auch ein besonderes Erlebnis das sehr wundervoll sein kann. Ein Unglück ist manchmal nur gleichzeitig ein Glück, so das Leben allein ist ein Abendteuer. Ich wünsche dir viel Spass mit dem Jahr 2018. Sorry für meine Deutsch Typos.

    Liebe Grüße

  • Doris Prohaska

    Antworten

    Danke für diesen sehr persönlichen Beitrag. Ich folge dir schon länger und habe etwas so persönliches schon ein bisschen vermisst von dir. Ich finde es nämlich immer wunderschön ein bisschen mehr von einem Blogger zu erfahren. LG Doris

    • Iris

      Danke liebe Doris! Ab sofort gibt es solche Beiträge garantiert öfters. Frohe Weihnachten wünsch ich dir und deinen Liebsten! LG Iris <3

  • Lifestyle Bazar

    Antworten

    Toller Beitrag! Ich glaube man darf sich einfach nicht an anderen messen, aber leider ertappe ich mich da auch immer wieder.

    Alles Liebe, Nina

    • Iris

      Danke dir liebe Nina and be unique 😘

  • Liss B

    Antworten

    Hast du schön geschrieben 🙂

    • Iris

      Danke liebe Lisa! 😘

  • Ulrike

    Antworten

    Mit nicht ein paar sonder nur viiiielen Tränen sitz ich da u denk mir mit wiiieviel liebe Gefühl und auch Ehrlichkeit man einen blogbeitrag doch eingentlich schreiben kann !!! Danke für diese deine Zeilen Danke fürs teilhaben lassen an deinem Leben und Danke für den Mut zu dieser Art von schreiben ! Drück dich u wünsch dir von ganzem ❤️En alles gute !
    Ulrike
    http://www.ullismulticoloredlittleworld.com

    • Iris

      Das ist doch kein Grund zu weinen liebe Ulli. Mir geht es doch gut! <3 Du bist ein Schatz! Vielen lieben Dank für deine Worte! Auch dir alles Liebe und Gute, bleib so wie du bist <3

  • Karolina

    Antworten

    Ein ganz toller Beitrag Iris! So wie es aussieht war 2017 für viele nicht das beste Jahr aber hey es kann nur besser werden! Ich wünsche dir vom Herzen nur das Beste. Genieß 2018 mit all den tollen Dingen, die auf dich warten.
    xoxo Karo

    • Iris

      Ja Karo, es kann nur besser werden und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam auch das ein oder andere Abenteuer erleben werden. Und ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich schon darauf freue <3 Bis bald, Iris <3

  • Marcel

    Antworten

    Wie immer sehr schöne Bilder und einem interessanten Text.
    Viele Grüße an Deine Katzen. Hast Du sie irgendwo in einem Blog?:)?

    LG.

    • Iris

      Hey lieber Marcel und vielen Dank für deine Zeilen! 😉 Hin und wieder zeige ich die zwei Racker auf dem ein oder anderen Foto her, aber eine Vorstellungsrunde gab es bisher noch nicht von den beiden! Liebe Grüße und ein frohes Weihnachtsfest für dich und deine Liebsten, Iris

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