Neuritis vestibularis – wenn sich plötzlich alles dreht

Neuritis vestibularis

EDIT: Da ich immer noch sehr viele Nachrichten und Fragen von euch bekomme und sich auch regelmäßig Betroffene bei mir melden, wird es Zeit für ein kurzes Update. Dieser Artikel wurde von mir im Mai 2019 verfasst. Heute, Stand 23. Oktober 2020 geht es mir wieder richtig prima und ich habe gelernt mit den leichten Nachwirkungen der Neuritis vestibularis zu leben. Insgesamt war ich über 6 Monate im Krankenstand. Die ersten vier Monate war ich komplett auf fremde Hilfe angewiesen und konnte nicht einmal alleine vor die Haustür gehen. Leider ist mir auch der Tinnitus bis heute geblieben und dieser geht wahrscheinlich auch nie mehr weg. Es waren definitiv ein paar schwere Monate für mich und ich kann euch allen, die ebenfalls diese Diagnose bekommen haben nur raten, gönnt eurem Körper Zeit, ruht euch aus, aber macht trotzdem täglich einige Schwindelübungen und versucht so bald wie möglich wieder in den Alltag zurück zu finden. Jeder von uns erlebt diese Krankheit etwas anders. Manche sind nach wenigen Tagen/Wochen wieder komplett fit, einige erleiden sogar Rückfälle und andere, so wie ich, müssen sich mit aller Kraft wieder in den Alltag zurück kämpfen. Lasst gerne eure Erfahrung da und schreibt sie für die anderen unten in die Kommentare. Es gibt im Internet nicht wirklich viel zu dieser Krankheit zu lesen und obwohl so viele davon betroffen sind, findet man auch kaum Erfahrungsberichte. Daher schreibt gerne alles hier rein und tauscht euch aus. Habt ihr Tipps oder Links zu Schwindelübungen, dann nur her damit. Aber eines ist bitte ganz wichtig, ich bin KEINE ÄRZTIN, fragt mich nicht welche Medikamente ihr nehmen sollt, oder welche Untersuchungen ihr braucht. Auch übernehme ich keine Gewähr für die unten geschriebenen Kommentare und Empfehlungen. Fragen zu Medikamenten, Symptomen, Untersuchungen, etc besprecht bitte immer nur mit eurem Arzt persönlich, er kennt euch und eure Testergebnisse am besten. In diesem Sinne, passt auf euch auf und kämpft gegen den Schwindel an! Alles wird wieder gut!

So war es bei mir:

21. Mai 2019: Seit drei Wochen leide ich nun schon unter dauerhaftem Drehschwindel, besser gesagt an Neuritis vestibularis und versuche mit aller Kraft wieder in einen geregelten Alltag zurück zu finden. Schwindel, echt jetzt? Eine Diagnose, die ich zugegebenermaßen bisher immer nur belächelt habe. Schließlich ist uns allen manchmal schwindelig. Zum Beispiel, wenn wir rasch aufstehen, uns zu schnell im Kreis drehen, zu wenig trinken oder wenn der Kreislauf etwas angeschlagen ist, nicht wahr?

Aber was ist eigentlich eine Neuritis vestibularis und kann Schwindel tatsächlich auch etwas akutes sein? So akut, dass man deswegen sogar freiwillig mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus fährt? Und wie geht es mir eigentlich aktuell damit? Das alles und noch ein wenig mehr möchte ich dir heute in diesem Blogbeitrag erzählen.

Denn eines kann ich dir vorab schon sagen, mein Körper belehrt mich bezüglich des Schwindels gerade eines Besseren und noch nie habe ich mich so schwach und hilflos gefühlt wie in den letzten Tagen und Wochen. Beinahe so, als hätte ich eine Dauer-Freifahrkarte für den Prater, wo ich eine Runde nach der anderen mit der Achterbahn fahre.

Alles dreht sich bei mir einfach nur noch rasend schnell wie im Karussell und oftmals kann ich nicht mal mehr erkennen wo oben und unten ist. Wackelige Beine, Kreislaufprobleme und diese unsagbare Hilflosigkeit macht sich bei mir breit. Ich bin sozusagen machtlos, wurde ausgeknockt, sprichwörtlich ins KO geprügelt, schlucke mehrere Medikamente täglich und warte sehnsüchtig darauf, dass der Schwindel besser wird.

Der Anfall – wenn sich plötzlich alles dreht

Es war ein ganz normaler Tag. Ich bin aufgewacht, hab mich fertig gemacht und ging zur Arbeit. Als ich am Abend, müde wie immer, wieder heim kam, habe ich mir noch ein paar Brote geschmiert und mich dann damit auf die Couch geknotzt. Voller Vorfreude, dass am nächsten Tag ein Feiertag (1. Mai) war und in dem Wissen, dass ich Ausschlafen konnte, hab ich mir an diesem Abend noch “A Star Is Born” mit Lady Gaga angesehen. Ahhh, was für ein toller Film und so traurig zugleich. Der Oscar ist hier definitiv mehr als verdient.

Jedenfalls gerade als Jackson Maine, gespielt von dem äußerst talentierten Bradley Cooper sich das Leben nimmt (übrigens einer der traurigsten Stellen in diesem Film) begann sich bei mir ganz plötzlich und ohne Vorahnung alles zu drehen. Obwohl ich ganz ruhig und eingekuschelt auf der Couch lag, war der Schwindel von einer Sekunde auf die andere kaum noch erträglich. In dem Glauben, dass sich einfach nur ein Migräneanfall ankündigte, habe ich alle Kraft zusammen genommen und bin irgendwie ins Bett gekrochen um die Symptome wegzuschlafen. So wie ich es meistens mache, wenn es mir nicht gut geht. Schlafen ist in den meisten Fällen einfach die beste Medizin, findest du nicht auch?

In diesem Fall jedoch nicht. Bei jeder Drehung die ich im Bett gemacht habe wurde der Schwindel nur noch schlimmer und selbst in absoluter Ruheposition war es bald kaum noch auszuhalten. Dennoch habe ich mit aller Kraft versucht durchzuhalten und irgendwie ein wenig Schlaf zu finden. Erst am Morgen, als dann auch noch Übelkeit und Erbrechen hinzu kamen, war mir bewusst, dass es dieses Mal kein Migräneanfall war, sondern etwas Schlimmeres.

In meinem Kopf machte sich ein ganz dumpfes Gefühl breit, meine Augen konnte ich kaum noch offen halten, weil ich durch den Schwindel Oben nicht mehr von Unten auseinander halten konnte. Schlussendlich war es mir unmöglich geworden, mich ohne fremde Hilfe, selbst auf den Beinen zu halten. Mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall oder einer Hirnblutung und voller Panik habe ich dann meinen Freund gebeten die Rettung zu rufen.

Neuritis vestibularis

In der Notfall-Ambulanz

So schnell die Rettung da war, so lange hat es dafür im Krankenhaus gedauert. Sechs unendlich lange Stunden habe ich an diesem Tag in der Notfall-Ambulanz verbracht. Mal Liegend am Bett und manchmal, wie man schön am Foto erkennen kann, zusammengerollt mit Spuckschüssel am Boden. Danke übrigens nochmals an den Fotografen, der diese Szene meines Elends für mich eingefangen hat. Tja, auch im Krankenhaus und in einer Akutsituation bin ich noch aus vollem Herzen Blogger!

Wegen des Feiertags waren die Ärzte im Kaiser-Franz-Josef-Krankenhaus unterbesetzt und zusätzlich waren an diesem Tag auch nicht alle Untersuchungen möglich, die ich für eine genaue Diagnose brauchte. Wie oft ich während dieser langen Wartezeit gebrochen habe, weiß ich gar nicht mehr. Aber ohne Spuckschüssel ging es keine Minute mehr! Ich wurde hin und her geschickt, HNO-Neuro-HNO. Und ich wurde geschüttelt, immer und immer wieder.

Der eine Arzt hat einen Nystagmus bei mir festgestellt, der andere wieder nicht. Keiner wusste so recht, was er mit mir anfangen sollte. Bis dann schlussendlich auf der neurologischen Ambulanz ein Insult ausgeschlossen werden konnte und ich endlich mit dem Verdacht auf eine Neuritis vestibularis, also eine Entzündung des Gleichgewichtsorgans stationär aufgenommen wurde.

Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, als ich endlich eine Infusion angehängt bekam. Mein Arzt nannte diese Infusion Wurschtigkeits-Infusion, da es eine Cortisonlösung war, die meinem Körper schnell einreden sollte, dass alles in Ordnung sei. Zusätzlich bekam ich noch einige Elektrolyte, einen Magenschutz und etwas gegen die Schmerzen. Letzteres war übrigens Paspertin und als könnte dieser Tag nicht noch schlimmer werden, habe ich gleich einmal allergisch darauf reagiert. Meine erste Allergie, juhuuuu!

Binnen weniger Sekunden haben sich meine Blutgefäße angefühlt, als würden Flammen durch sie hindurch schießen und meine Finger haben sich derart verkrampft, so dass ich sie aus eigener Kraft nicht wieder auseinander geben konnte. Ganz verkrüppelt hab ich es noch irgendwie geschafft die Infusion abzudrehen um in voller Panik den roten Notfallknopf zu drücken.

Was für ein Tag! Das Paspertin wurde mir sofort abgehängt und durch die Wurschtigkeits-Infusion ersetzt. Und tatsächlich, nach wenigen Minuten fühlte ich mich wieder richtig gut, der Schwindel hat sich gebessert und nach all dieser Aufregung brauchte ich erstmal ein kleines Nickerchen.

Neuritis vestibularis

Die Diagnose und warum ich mich selbst aus dem Krankenhaus entlassen habe

Die Nacht über im Krankenhaus bin ich immer wieder aufgewacht und auch der Schwindel brauchte nicht lange um wieder zurück zu kommen. Statt eines Frühstücks verlangte ich gleich am Morgen schon nach einer neuen Spuckschüssel und der Horror begann von vorne. Die Fahrt im Karussell ging weiter, während ich bei einem Hörtest und einem Videobasierten Kopfimpulstest (vKIT) versucht habe, so gut wie möglich mitzumachen.

Nach diesen Tests wurde die Verdachtsdiagnose einer Neuritis vestibularis nun auch endlich bestätigt. Und selbst, wenn man nicht genau sagen kann, was diese Entzündung meines Gleichgewichtsorgans ausgelöst hat, so glauben die Ärzte, dass es eine Verschleppung der “echten” Grippe, die ich zwei Wochen zuvor hatte war. Ich hatte mich nicht auskuriert und war trotz 40 Grad Fieber zuvor noch bis zum Umfallen arbeiten. Ein Fehler den ich heute mehr als bereue.

Da hatte ich jetzt also meine Diagnose und hing bereits an der nächsten Cortison-Infusion. Aber was nun? Da ich von dieser Erkrankung bis dato noch nie etwas gehört hatte, habe ich natürlich sofort versucht mit so vielen Ärzten wie möglich zu sprechen, Meinungen einzuholen und natürlich auch Google gefragt. Schnell wurde mir klar, helfen kann mir in diesem Fall nur ich selber und natürlich ein wenig Medizin zur Linderung der Symptome.

Trotz ärztlicher Empfehlung und dem Anraten noch ein paar Tage im Krankenhaus zu bleiben, habe ich am Abend den Revers unterschrieben und bin nach Hause gefahren. Bei einer Neuritis vestibularis ist nämlich vor allem eines wichtig um schnellstmöglich wieder fit zu werden – Bettruhe und Training durch tägliche Gleichgewichtsübungen.

Und da ich einfach eine sehr schlechte Patientin mit einem ausgeprägten Sturkopf bin, war mir sofort klar, dass ich das am ehesten in meinen eigenen vier Wänden schaffen werde und nicht durch das Rumliegen im Krankenhaus. Vor allem aber, weil ich mich in einer fremder Umgebung einfach nicht wohl fühle.

So lebe ich seither mit der Diagnose Neuritis vestibularis

Seit dem ersten Tag und das ist nun mittlerweile schon drei Wochen her, mache ich täglich Übungen um meinen Gleichgewichtssinn wiederherzustellen. Ich versuche mit einem Bein auf einem Polster zu stehen, bewege meinen Kopf in schnellen Bewegungen von Links nach Rechts oder von oben nach unten, laufe am Stand oder durch die Wohnung und ja, auch die alltäglichen Haushalts-Arbeiten wie Geschirrspüler einräumen, Staubsaugen und Duschen sind gute Übungen um das Gleichgewicht zu halten. Am aller besten, so empfinde ich es zumindest, helfen mir aber die kleinen Yoga-Einheiten, welche ich mittlerweile für ein paar Minuten pro Tag mache.

Was aber alle diese Übungen gemeinsam haben, ist eines: Sie sind in meiner aktuellen Situation wirklich sehr mühsam und kosten mich enorm viel Kraft. Auch die kleine Ausfahrt am Wochenende mit meinem Freund hat mir gezeigt, dass es bestimmt noch etwas dauern wird, bis ich wieder ganz fit bin. Spätestens nach einer Stunde vor der Haustür und den vielen Eindrücken und Bewegungen braucht mein Körper eine Pause.

Das links und rechts Schauen beim Gang über die Straße, rasche Bewegungen und Körperdrehungen, vorbeifahrende Autos, entgegenkommende Fußgeher oder wenn ich zwei Dinge auf einmal machen muss, seien sie noch so einfach, sind aktuell noch zuviel für mich. Selbst, wenn sich mein Schwindel mittlerweile schon sehr stark gebessert hat, schwanke ich doch noch sehr oft wie eine Betrunkene hin und her und die Sturzgefahr ist auch weiterhin noch sehr erhöht.

Aber ich merke mittlerweile täglich eine leichte Besserung meiner Symptome und auch die Medikamente (Aprednislon, Betahistin,  Vertirosan und Pantoloc), die ich ja zugegeben nur sehr ungern einnehme, helfen mir meinen Schwindel unter Kontrolle zu bekommen. Einzige Nebenwirkung, ich habe in den letzten drei Wochen durch den Mangel an Bewegung und wahrscheinlich wegen dem Cortison an die acht Kilogramm zugenommen. Vor allem mein Gesicht ist richtig rund geworden und schön langsam fühle ich mich wie ein Luftballon der zu fest aufgeblasen wurde und kurz vor dem Platzen ist.

Dennoch, ich bin überzeugt davon, dass ich schon ganz bald wieder die Alte bin. Selbst wenn die Ärzte im Krankenhaus von Wochen oder sogar Monaten gesprochen haben, bis die Symptome komplett verschwunden sind. In zwei Tagen habe ich einen neuerlichen Termin bei meinem HNO Arzt, der mir dann hoffentlich auch bestätigt, dass es mit meiner Genesung bergauf geht und mir dann auch endlich das gehasste Cortison absetzt.

Denn eines kann ich euch sagen, krank sein ist doof und nur Zuhause rumliegen ist trotz Netflix und Co ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nur noch fad. Außerdem macht sich mein Freiheitsdrang schon sehr stark bemerkbar und auf meine sommerlichen Wandertouren und bevorstehenden Abenteuer verzichte ich ebenfalls nur sehr ungern. Es ist also höchste Zeit um wieder gesund zu werden und deswegen mach ich jetzt auch gleich wieder ein paar Übungen!

Kampf dem Schwindel – Ein Update folgt in kürze!

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Marlene

Hallo an alle Leidensgenossen!ich bin unendlich froh über diese Website weil man sich mit dieser Erkrankung so alleine und unverstanden fühlt.Mich hat es vor knapp drei Monate erwischt und ich hatte wohl vor zwei Wochen eine Art Rückfall (der HNO hat bei er kalorischen Prüfung weiterhin eine starke Untererregbarkeit festgestellt und es jetzt erst mit Cortison Infusionen probiert) ,der mir jede Hoffnung nimmt zur Zeit dass alles wieder gut wird und man wieder ein “normales” Leben führen kann. ich würde mich sehr über einen Austausch mit euch freuen (vielleicht auch über eine WhatsApp Gruppe,falls das hier den Rahmen sprengt!?). Mich würde interessieren, ob es irgendwelche Medikament/Anwendungen etc gab die euch geholfen haben und, wie es euch emotional ging in dieser Zeit …denn dieser Zustand macht einem Angst und die wiederum verstärkt die körperlichen Symptome sicherlich. Glückwunsch an diejenigen die es überstanden haben,ihr seid Helden!!

Evi

Hallo zusammen, ich hab auch diesen Karusellfahr-Anfall vor nun gut 3 Monaten erlebt. An 2 Tagen hab ich mich nur übergeben, und konnte nicht auf meinen Beinen stehen. Am Tag 4 bin ich endlich mit Hilfe meines Mannes die Treppe in unserem Haus runtergegangen, um mich wieder aufs Sofa zu legen – jede Bewegung war eine Qual für mich. Zunächst meinte der HA es sei Lagerungsschwindel und hatte mi Sitzungen beim Osteopathen verschrieben und mich 3 Tage krank geschrieben… Nachdem ich meine Symptome an den Osteopathen erklärt hatte, meinte er es sei ein Vestibularisausfall. Danach hab ich zahlreiche Arzttermine gehabt: vom HNO, Augenarzt, Neurologe, MRT, etc. Ich war sehr schlecht dran in der Zeit, da ich Angst hatte, ich könnte nie mehr arbeiten, richtig gehen, mich um meine Kinder kümmern, Auto fahren oder Sport machen – achja, ich hatte noch nicht erwähnt, dass ich insgesamt 2 Monate krank geschrieben war – das Sitzen auf einem Bürostuhl und das Schauen auf einen Bildschirm war mir einfach viel zu anstrengend. Inzwischen arbeite ich wieder, und komme wieder recht gut im Alltag zu recht und Sport machen klappt auch schon besser – schnelle Bewegung meines Kopfes bereiten mir noch Schwierigkeiten, aber ich hab es wieder in den Alltag geschafft und bin sehr happy. Was mir geholfen hat: Sitzungen beim Osteopathen (hab nun schon 20 hinter mir), viel Wandern, tägliche Schwindelübungen. Das Medikament Betahistin hab ich auch kurz genommen, hatte aber nicht den Eindruck, dass es hilft.

Marlene

Hallo Evi,darf ich fragen was die Osteopathin bei dir gemacht hat?Etwas am Nacken oder eher eine Art Schwindeltraining?

Simone Voß

Hallo ihr lieben Leidensgenossen, ich bin heute durch Zufall auf die Seite gestoßen und bin froh hierdurch evtl. neuen Input zu bekommen… Bei mir ist es jetzt über ein Jahr her, dass bei mir von einer Sekunde auf die andere das Karussell losfuhr. Vom Hausarzt und HNO Arzt wurde auch recht schnell die Diagnose gestellt. Da aber gerade Corona losging, sollte ich kein Cortison nehme. Dan hieß es immer wieder “sie müssen Geduld haben”… Die ersten Wochen habe ich mich nur im Haus und im Garten bewegen können. Dann habe ich angefangen, mit dem Hund raus zu gehen, aber das war immer sehr anstrengend. Beim Laufen war es mir nicht möglich, mit den Augen irgend etwas zu fixieren. Alles am Horizont ist bei jedem Schritt mitgehüpft. Wenn ich auf den Boden geschaut habe und mich total konzentriert habe, ging es einigermaßen. Nach 3 Monaten Krankenstand ging es dann auch wieder zu arbeiten. Aber noch heute bin ich nach einem Arbeitstag ziemlich fertig. Schwindel bekomme ich eigentlich nur wenn ich bestimmte Bewegungen mit den Kopf mache, aber das dauert dann nur ganz kurz. Probleme habe ich, wenn ich im Haus um Ecken laufe. Da bleibe ich schon mal hängen. Und ich habe ständig ein komisches Kopfgefühl. Mal mehr, mal weniger. Als wenn der Kopf nicht richtig frei ist… als wenn irgendwelche Verknüpfungen nicht korrekt sind. Ich hoffe, dass das irgendwann verschwindet oder ich es nicht mehr wahrnehme und ich mich wieder fühle wie vor dem 02.04.2020
Liebe Grüße an alle Karussellfahrer 😊

Dennis

Hallo liebe Simone. Mir geht es auch so. Ich hatte den Ausfall schkn vor 6 Jahren, das dauerta damals ca 3-4 Monate.
Danach hatte ich nie mehr Symptome. Doch dann am 17.08.2020 ereilte es mich leider wieder. Nicht so heftig aber dafür dauern dieSymptomd bis heute an. Mittlerweile 8 Monate. Ich habe mal fanh wenig tage, an denen es fast weg ist, doch dann wieder schlimmer.
Ich hoffe das gehg mal wieder weg, denn das ist enorm Kräftezehrend. Ich war 3 monate Krankgeschrieben und arbeitd seit dem wieder aber dud Lebensqualität leidet enorm darunter.

Wie lange dauerte es bei euch?
Vllt. noch jemand mit solch langem Verlauf?

Ich tendiere mittlerweile dazu, dass es auch long covid sein könnte. Obwohl ich keine bestätigte Covid Erkrankung hatte. Aber vllt blieb das ja unbemerkt?

Es macht eindn fertig, dass es keine Medikamente gibt.

Kathi

Hallo aus dem schönen Westerwald.
Mich hatte diese Neuritis Vestibularis letztes Jahr im Mai aus der Bahn geworfen.
Aus dem Nichts, frühmorgens, an Muttertag.
Unendlich schwindlig und voller Angst es könnte vielleicht ein Schlaganfall sein (ich bin 63 Jahre alt) war ich kaum in der Lage meinen Sohn anzurufen. Er hat mich ins Krankenhaus gebracht und dort haben die Ärzte relativ schnell diese Neuritis festgestellt. 5 Cortisoninfusionen und danach noch ca. 14 Tage Cortisontabletten haben mich wieder einigermaßen ins Leben gebracht.
Jetzt ist fast ein Jahr vorbei und immer noch habe ich mit Schwindelanfällen zu kämpfen. Je nachdem wie ich den Kopf drehe oder nach hinten lege kommt der Schwindel wieder. Er verschwindet jedoch nach ein paar Minuten wieder von alleine.
Ich mache immer noch meine Schwindelübungen, besonders das Zähneputzen auf einem Bein mit geschlossenen Augen. Viele Übungen hab ich in meinen Alltag integriert. Manchmal denke ich, so ganz weg geht es wohl nicht mehr. Erträglich ist es schon – obwohl ich Angst habe, daß so etwas wieder kommt.
Geholfen hat mir nach dem Krankenhaus auch ein Osteopath.

Ich freue mich sehr, Euch hier gefunden zu haben. Man wird von vielen nicht ernst genommen oder belächelt. Es ist wirklich die Hölle – diese Übelkeit und dieses Gefühl der Hilflosigkeit vergisst man nicht.
Liebe Grüße an alle.

Alex

Hallo Zusammen,

sehr interessant diese Seite und endlich trifft man mal Leidensgenossen.
Ich habe nun schon meinen zweiten Vestibularisausfall auf dem rechten Ohr. Das erste mal 2018, damit war ich 3,5 Monate beschäftigt.
Jetzt hat es mich vor 2 Wochen wieder erwischt. Anders ist, dass es nicht so heftig anfing wie damals und das ich anders damit umgehe. Ich bin nicht so ängstlich, weil ich ja weiß, dass es wieder weggeht.
Ich habe mal gute und mal schlechte Tage. Es geht also leider nicht stetig bergauf sondern gleicht eher einer Achterbahnfahrt.
Hat denn jemand von euch auch Betahistin bekommen? Ich habe das Gefühl, das Medikament hat keinen Einfluß auf meine Symptome, wird nicht besser oder schlechter,egal ob ich es einnehme. Und ich habe schon oft gelesen, das Medikament soll nicht solange eingenommen werden, da die Kompensation durch das Gehirn so verlangsamt wird.
Hat jemand Erfahrungen damit?
Ich hoffe das ich es diesmal schneller in den Griff bekomme, da ich in 4 Wochen eine neue Stelle antreten möchte. Sehr unglücklich wenn dann direkt mit krank startet 🙁

Viele liebe Grüße an alle Schwindler ;-))
Alex

B.F.

Lieber Alex
Ich habe nur vertigoheel genommen, in der akuten Phase stündlich 1 Tablette unter die Zunge legen , dann vitb12 hochdosiert und bromelain Pos 2x täglich 2 Tabletten. Mir hat es geholfen. Kortison habe ich gar nicht bekommen. Von Betahistin habe ich gehört, dass es nicht hilft. Hast Du auch diese Wackelbilder beim gehen? Wenn ja, wie lange dauern die?

Alles Liebe
Birgiz

Alex

Hallo Birgit,
Danke für deine Antwort. Wackelbilder habe ich nicht. Beim spazieren gehen geht es mir relativ gut, nur wenn ich länger als eine halbe Stunde laufe wird es wieder schummerig im Kopf und ich bekomme Pudding in den Beinen.
Am schlimmsten ist es, wenn ich Gleichgewichtsübungen mache, danach bin ich fix und fertig und muss mich fast übergeben.
Ich nehme jetzt gar keine Medikamente mehr und habe das Gefühl es geht mir nicht schlechter ohne.

Viele liebe Grüße,
Alexandra

B.F.

Hallo Iris, hallo alle,
Ich bin seit 1 Woche auch Leidensgenossin. Sehr schlimm, allerdings bekomme ich gegen den Schwindel VERTIGOHEEL und gegen die Entzündung hochdosiertes Vit.B12 und Bromelain Pos. Der Schwindel ist etwas besser geworden, muss nicht mehr spucken. Habe nun allerdings Angst die Schwindelübungen zu machen, aus Angst vor Überreizung des Nervs, und das der Schwindel wieder schlimmer wird. Kannst Du mir dazu ein paar Tipps geben, ab wann sollte man anfangen?

Dein Bericht hat mir Mut gemacht und Trost gebracht, dass es wieder werden wird. Herzlichen Dank, dass Du darüber berichtet hast.
ALLES LIEBE FÜR DICH
Birgit

Daniel

Hallo Iris, hallo Zusammen,
mich hat es am 11.01.2021 erwischt: Ich war in einer Videokonferenz, als mich die Neuritis vestibularis angesprungen hat, das wusste ich zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Heftiger Schwindel, Herzrasen und Panik. Das Ganze war dann nach 5 Minuten vorbei und mir ging es die nächsten 3 Tage wieder gut. Ich war voller Hoffnung, dass es nur ein Kreislaufstolpern war und habe es verdrängt, bis es am 4ten Tag von vorne losging. Dann folgte eine zweiwöchige Reise zu Hausarzt, Kardiologe, HNO, Orthopäde, Radiologe (MRT Kopf und HWS) und schlussendlich zum Neurologen.
Die HNO Ärztin hat schnell die Diagnose Neuritis vestibularis gestellt und ich habe eine Cortisontherapie gemacht. Meine (naive) Hoffnung war, dass es danach besser wird, zumindest so weit, dass ich wieder arbeiten kann. Allerdings hatte sich gar nichts verbessert und neben dem Schwindel plagten und plagen mich Herzrasen, hoher Blutdruck, Kribbeln in Armen und Beinen, Rückenschmerzen und durchgehend ein Unwohlsein. Neben dem Schwindel haben mich diese anderen Symptome sehr beunruhigt, denn ich konnte diese nicht mit der Neuritis verbinden. Erst der Termin beim Neurologen, der die Diagnose der HNO Ärztin bestätigt hat, hat mich nach 3 Wochen “überzeugt”, dass ich wirklich eine Neuritis vestibularis habe.
Da ich freiberuflich arbeite, beunruhigt mich die Situation sehr, denn ein Ende ist nicht absehbar. Es tat trotzdem “gut” eure Geschichten zu lesen. Dann fühlt man sich nicht so alleine.

Daniel

Hallo Iris, hallo Zusammen,
mich hat es am 11.01.2021 erwischt: Ich war in einer Videokonferenz, als mich die Neuritis vestibularis angesprungen hat, das wusste ich zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Heftiger Schwindel, Herzrasen und Panik. Das Ganze war dann nach 5 Minuten vorbei und mir ging es die nächsten 3 Tage wieder gut. Ich war voller Hoffnung, dass es nur ein Kreislaufstolpern war und habe es verdrängt, bis es am 4ten Tag von vorne losging. Dann folgte eine zweiwöchige Reise zu Hausarzt, Kardiologe, HNO, Orthopäde, Radiologe (MRT Kopf und HWS) und schlussendlich zum Neurologen.
Die HNO Ärztin hat schnell die Diagnose Neuritis vestibularis gestellt und ich habe eine Cortisontherapie gemacht. Meine (naive) Hoffnung war, dass es danach besser wird, zumindest so weit, dass ich wieder arbeiten kann. Allerdings hatte sich gar nichts verbessert und neben dem Schwindel plagten und plagen mich Herzrasen, hoher Blutdruck, Kribbeln in Armen und Beinen, Rückenschmerzen und durchgehend ein Unwohlsein. Neben dem Schwindel haben mich diese anderen Symptome sehr beunruhigt, denn ich konnte diese nicht mit der Neuritis verbinden. Erst der Termin beim Neurologen, der die Diagnose der HNO Ärztin bestätigt hat, hat mich nach 3 Wochen “überzeugt”, dass ich wirklich eine Neuritis vestibularis habe.
Da ich freiberuflich arbeite, beunruhigt mich die Situation sehr, denn ein Ende ist nicht absehbar. Es tat trotzdem “gut” eure Geschichten zu lesen. Dann fühlt man sich nicht so alleine.

Vanessa

Hallo Zusammen,

auch ich hatte im vergangenen Jahr das Vergnügen mit Neuritis Vestibularis. Im Mai, eine Woche vor meiner Abschlussprüfung riss es mich zu Boden. Hatte am Abend noch gemütlich einen FIlm geschaut und plötzlich ginges los.. der ganze Raum drehte sich..mein bester Freund für den Abend war also der Spuckeimer.. so unbeholfen fühlte ich mich noch nie und so oft geweint hatte ich auch noch nie. Ich hatte drei Monate gebraucht, um so einigermaßen meinen Alltag wieder selbsständig meistern zu können.. es war echt hart aber ich bin überglücklich es geschafft zu haben! Und endlich kann ich wieder Dinge tun, ohne gleich umzufallen. Trotzdem bekomme ich noch leichten Schwindel, wenn ich mich auf die linke Seite lege, der vergeht aber nach kurzer Zeit. Auch spüre ich den Schwindel, wenn es mir körperlich nicht gut geht, also ich krank bin oder einfach nur erschöpft, aber ich kann damit leben.
Was ich euch allen sagen will..bleibt dran und gebt nicht auf! 🙂

Peter

Durch Zufall bin ich auf deinen Blog gestoßen und es ist schon komisch, dass man zu diesem Krankheitsbild so wenig Tipps im Netz findet.
Mich hat es vollkommen unverhofft am 11.11. im Büro erwischt, aus heiterem Himmel fällst du einfach um und stehst sprichwörtlich am Ende der Nahrungskette. Krankenhaus Notaufnahme, Diagnose: Lagerungsschwindel, kein Schlaganfall! Nächster Tag HNO: Diagnose Vestibulopathie. Cortisoninfusion und Untersuchungen beim Augenarzt, Neurologen und Orthopäden. MRT Kopf und HWS, also volles Programm.
Inzwischen sind 9 Wochen voller Emotionen vergangen, manchmal war es etwas besser, manchmal auch wieder deutlich schlechter. Ich trainiere jeden Tag 3-4 mal um die 30min, Spaziergänge bei Wind und Wetter über Stock und Stein. Trotzdem wackeln die Bilder, der Kopf ist benommen und an ein Ende ist immer noch nicht zu denken. Der Kampf zurück ins Leben und vor allen Dingen wieder aufs Surfbrett bleibt beschwerlich. Anfang Februar will ich unbedingt wieder in den Job zurück, dafür muss aber noch der benommene Kopf und das Wackeln der Bilder besser werden.
Ab wann ist denn bei euch merklich eine Besserung eingetreten?
Haltet den Kopf hoch und allen gute Besserung!

Dustin

Hallo Peter, ich fühle was du sagst. Heute (ca. 7 Wochen später) bin ich wieder sehr gut unterwegs, das Wackeln des Bildes lässt immer weiter nach, stabilisiert sich und ich habe das Gefühl wieder ein “Mensch” zu werden. Grad so ab der 6. Woche hat sich bei mir einiges verbessert, ich fahre sogar schon wieder Auto. Genau wie du mache ich aber weiterhin täglich 4-5 Übungen, gehe viel spazieren und bleibe aktiv. Jeder Körper reagiert anders, das Alter und Vorerkrankungen sind entscheidend und je nachdem wie schwer es einen trifft, dauert es länger oder kürzer. Ich bin jedenfalls sehr froh wie es aktuell verläuft. Meine Lebensqualität hat sich deutlich verbessert.

Ich wünsche dir eine baldige Besserung!

Peter

Inzwischen habe ich den Arzt gewechselt, mein HNO wusste nicht mehr weiter. Also alles wieder auf Null gestellt, neuer HNO, 2 Tage Untersuchungen, dann das Ergebnis: Das Gleichgewichtsorgan im linken Ohr ist irreparabel geschädigt, weil nicht weiter medikamentös im Anfangsstadium behandelt wurde.
Trotzdem ist die Prognose laut dem Arzt gut, das Gleichgewichtsorgan des rechten Ohres und das Hirn übernehmen die Funktionen teilweise mit. Der Weg in die Normalität ist nur deutlich steiniger, Übungen, Übungen, Übungen. Inzwischen fahre ich an guten Tagen auch wieder mit dem Auto. Betavert muss ich aber zur Unterstützung nehmen.
Wenn es jetzt so weiter geht, dann ist wohl bis in 4-6 Wochen das Gröbste rum und ich kann wieder in den Job.
Euch weiter alles Gute! Schön dass es diese Seite gibt.

Peter

Über 4 Monate ist es nun her, dass mich die Vestibulopathie aus dem Verkehr gezogen hat. Besserung ja, weil ich mich auch langsam daran gewöhne. Wie stark ich den Schwankschwindel empfinde hängt auch immer davon ab, wie gut ich nachts geschlafen habe. Aber da ist er jeden Tag. Ende Februar haben mich eine Ärzte zur Wiedereingliederung in der Firma genötigt. 2 Wochen á täglich 4 Stunden, derzeit sind es jetzt 6 Stunden täglich. Dadurch wirst du täglich mit neuen Dingen konfrontiert und das lenkt dich vom Schwindel ab. Aber das ist ein hartes Brot, abends bin ich total erschöpft und die Schwindel- bzw. Gleichgewichtstrainingseinheiten stehen ja auch noch an. Aber subjektiv gefühlt hilft jeder harte Tag ein kleines Stückchen weiter zu kommen.
Zur Entspannung hat mit meine Osteopathin empfohlen eine Knirscherschiene zu tragen. Auch das hat mich erst mal wieder platt gemacht, aber inzwischen scheint auch das zu fruchten und ich wache morgens nicht mehr so verspannt auf.
Und weiter geht der tägliche Kampf. Next step: ab 1.4. arbeite ich wieder regulär. Mal schauen wie es funktioniert.
Auch wenn der Weg hart ist, steckt den Kopf nicht in den Sand. Ich lasse mir jetzt auch noch von einem Psychologen helfen.

Angelina

Hallo Iris und ihr lieben Mitleidenden,
Ich habe mir eure Kommentare durchgelesen und bin froh, endlich Menschen zu finden, die das gleiche Leid teilen. Ich habe im Oktober 4 Tage im KH verbracht aufgrund einer Neuritis Vestibularis. Danach konnte ich wochenlang nicht selbstständig leben, konnte kaum laufen oder Auto fahren. Der Drehschwindel war nach ein paar Tagen im KH weg, ich konnte nur die rechten Seite iwie nicht mehr bedienen. Der schlimme Schwindel kam dann noch 4 Mal und seit 8 Wochen dann gar nicht mehr. Iris, du hast geschrieben dass wenn man mal so einen Ausgall hatte, dieser wahrscheinlich nicht wiederkommt. Meinst du der Drehschwindel kommt also nicht mehr wenn man ihn einmal bekämpft hat? Ich habe manchmal das Gefühl verrückt zu werden. Ich habe Panikattacken und denke jetzt geht es wieder los, aber es passiert nichts. Ich weiß manchmal nicht ob ich mir viele Dinge nur einbilde, oder ob sie wirklich da sind. Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht? Ich habe mittlerweile ständig einen leichten Druck im Kopf und in der Nase, manchmal auch im Ohr. Ich weiß nicht ob das was damit zu tun hat. Vielleicht kennt das jemand? Danke fürs Zuhören, ich freue mich auf eure Antworten🙏🏻😊
Angelina

Jusiela

Hallo Angelika ich hoffe dir geht es gut mich hat es auch erwischt letztes Jahr cortison und betahistin musste ich auch nehmen wie fühlst du dich jetzt hast du noch Symptome man hat so ein komisch Gefühl im Kopf linke Seite das betroffene Ohr hirnstamm komisches druck oder ?

Franzi

Mein Freund hat es vor 2 Jahren bekommen und klagt auch über ein komisches Gefühl im Kopf – wie du auch geschrieben hast mit dem Druck. Hast du auch schluck Probleme? Ist es bei dir schon besser geworden? Was machst du damit es besser wird? Wir wissen echt nicht mehr weiter und keine Ärzte können helfen

Doris

Hallo Angelika ich hatte die selbe krankheit ich habe dafür betahistin genommen hast du die auch genommen gegen schwindel und gegen gleichgewicht halten?

Dustin

Hallo Zusammen,

Ausfall rechts wurde bei mir am 23.11.2020 diagnostiziert mit der Prognose das es wieder ausheilt. 4 Tage Krankenhausaufenthalt mit täglicher Infusion (Prednisolon) anschließend 1 Woche Prednisolon in Tablettenform mit absteigender Dosis. Seit 6.12.2020 nehme ich keine Medikamente mehr. Tägliche Übungen (Drehstuhltraining, Blickfixierungsübungen usw.) ca. 3-4x pro Tag für etwa 10min. Wenn möglich gehe ich jeden Tag spazieren. Dabei wackelt das Bild und bei gewissen Kopfbewegungen wird Schwindel ausgelöst. Eine gewisse Benommenheit im Kopf ist auch jetzt noch da gepaart mit dem wackelnden Bild wenn sich der Kopf bewegt. Es ist jetzt etwas mehr als 5 Wochen her und ich es gibt Tage da ist es besser und Tage da ist es wieder schlechter. Ohne den Rückhalt durch meine Familie würde ich diese Zeit wohl nicht durchstehen können, es ist das schlimmste was mir je passiert ist und ich hoffe jeden Tag das es so sein wird wie vor dem 23.11.2020.

Habt Mut und Zuversicht und wichtig, bleibt am Ball!

@Iris: ist das wackeln des Bildes beim Laufen Stück für Stück weniger geworden oder wie hast du die Besserung wahrgenommen?

Katrin

Hallo Iris, mich hat es ebenfalls eiskalt vor einer Woche erwischt. Früh aufgestanden und da hat es mir die Beine weg gezogen und mir wurde schwarz vor Augen und umgefallen….. völlig überrascht…. Auf Grund des Karussells erst einmal gespeit.. dann Blutdruck gemessen und direkt Notarzt, da wir einen Schlaganfall vermuteten: Blutdruck über 200…
Von einer Notaufnahme in die nächste und ein Doc hat dann das “Rumschmeißen” begonnen. Schon hatte er den Verdacht und die Diagnose. Für mich ist es absolut schwer, damit umzugehen, krank ohne Schmerzen- aber diese Hilflosigkeit und dieses “Kranksein- Gefühl” machen mich wahnsinnig. Ich fühle mich hilflos und diese Unsicherheit macht mich wahnsinnig…..
Darum freue ich mich erst Recht, diese Seite gefunden zu haben und Erfahrungen anderer zu sammeln. Liebe Grüße

Dmitry

Hallo Iris, meine Frau leidet seit 2 Monaten unter der selben Diagnose. Sie wurde vor 2 Monaten am Ohr operiert und am 4. Tag hat sie der Ausfall des Gleichgewichtsorganes erwischt. In der letzten 2 Monaten haben fast kompletten Gesundheitscheck gemacht und gefühlt jeden Tag bei einem Arzt gewesen. Also heftiger Alptraum. Wir wissen nicht, ob es zurück kommt, da sie immer noch die Gleichgewichtsstörungen mit Fallneigungen hat. Außerdem hat sie beim Gehen springende Bilderscheinungen. Seelisch und körperlich ist einfach am Ende. Aber ich finde es super, dass man auch solche Berichte findet und nicht nur schlechtere. Hat dir der Betahistin geholfen?

Jutta

Hallo liebe Leidensgenossen. Ich bin jetzt in der Woche 6 nach dem Ausfall und wenn ich überlege, wie es mir in den ersten zwei bis drei Wochen gegangen ist, muss ich sagen…es ist jetzt schon erstaunlich gut. Bin aber auch sehr diszipliniert und mache zwei bis drei mal am Tag Schwindelübungen. Bin seit einer Woche wieder am Arbeiten und die Ablenkung tut mir auch wirklich gut. Habe aber immer noch ein leichtes Schwanken und bei jeder Kopfbewegung wackeln die Bilder vor meinen Augen. Gerade im Freien finde ich das sehr unangenehm. Außerdem habe ich seitdem hohen Blutdruck und mich begleitet eine leichte Zittrigkeit in den Händen. Wenn ich etwas in Stress gerate, verstärken sich die Symptome außerdem. Ich hoffe, dass das im Laufe der Zeit auch noch nachlässt. Man muss immer positiv denken. Ich habe übrigens außer Betahistin keine Medikamente bekommen. Ich versuche jetzt schon mal langsam, die Tabletten zu reduzieren. Im Krankenhaus wurde ich übrigens ohne organischen Befund entlassen. Wie so oft wurde es dann auf die Psyche geschoben. Erst beim HNO Arzt wurde der Befund festgestellt.
Gebt nicht auf… es wird besser, es dauert halt.

Nimet

Hallo juta ich habe zufällig dein bericht gelesen und ich hatte das selbe seit juli ausfall gehabt mit cortison und betahistin wurde behandelt habe die madikamenten bis zum Ende genommen sonnst kann sich das wiederholen einfach augen zu und bis zum Ende nehemen wie fühlst du dich jetzt ?dein zustand du kannst auch gerne nur fragen stellen🙂

Nimet

Hallo Iris habe sie zufällig gesehen auf google über ihre Krankheit Ich wollte sie gerne darüber ansprechen. Ich hatte die selbe Krankheit gehabt bei mir hat es juli angefangen dann war ich beim hno artz vedtibular neuritis wurde bei mir festgestellt cortison musste ich nehmen für 13 tage und dan gegen Durchblutungsstörungen musste ich nehmen für 3 Wochen jetzt ist es schon 4 Wochen her das die Medikamenten abgesetzt sind schwindel ist weg gleichgewicht ist auch weg aber fühle mich noch so schlapp komisches Gefühl im kopf geht langsam weg aber halt ich gehe schon raus nach paar Stunden merke ich dan das ich dan bischen schlapp werde wie war das bei dir waren die Symptome auch wie bei mir hast du dich auch schlap gefühlt wenn sie auf meine naricht antworten würden würde ich mich freuen 🙂

andrea

Danke für den tollen Beitrag. Liege grad mit n.vestibularis in der Klinik und fühle mich verstanden!

Helvi Prawdzik

Guten Morgen liebe Iris!
Beim mal wieder durchblättern und suchen ob ich was neues finde über unsere Krankheit, fand ich Dich. Ich
wollte nur mal was fragen. Heute ist es 4 Wochen her, wo ich diesen Schwindelanfall mit anschließendem 5 Tägigem Krankenhausaufenthalt hatte. Diagnose: Neuritis Vestibulares
Die ersten Tage nach Entlassung dachte ich, ich hätte etwas ganz schlimmes wie ein Gehirntumor, denn mir war in allen Lebenslagen schwindlig ( ausser im Liegen) und das Gefühl im Kopf war Grauenhaft. So dröhnig, als ob das Gehirn erschüttert wird. Dann habe ich tolle Tipps bekommen und Zuspruch das es besser wird. Und das ist es auch. Ich habe mich mega viel bewegt und die Übungen gemacht und nach paar Tagen bemerkte ich, dass dieses olle Gefühl im Kopf weg war. Es schwindelte mich noch beim laufen,aber das hatte ich unter Kontrolle. Eine Woche nach Entlassung bin ich das erste Mal wieder Auto gefahren. Oh man, das war was. Aber mit jedem Tag mehr wurde es besser mit dem fahren.
ALSO es ist insgesamt viel besser geworden, aber immer noch nicht schwindelfrei beim Laufen. Ich will nicht undankbar sein ,aber ich frag mich schon manchmal, ob das jemals wieder so wird wie zuvor? Dann kommt hinzu, dass es seit gestern etwas schlimmer geworden ist. Es schränkt mich nicht weiter ein, aber mir ist es aufgefallen. Vielleicht liegt es daran, dass ich momentan mega viel nervlichen Stress habe. Warum auch immer beängstigt es mich. Ich habe Angst das es noch schlimmer wird…
Liebe Grüße

Kurt-Herbert Schultz

Es begann mit starken Schwindel und Erbrechen am 29.11.2016. Ich habe jeden Tag bis heute im folgenden Monat dieser fürchterlichen Zeit notiert. Aber nur die schlimmen Anfälle. Es war kaum ein Tag dabei an dem ich kein Schwindel hatte. Der HNO-Arzt stellte dann den einseitigen Vestibularausfall fest. Die Schwindelübungen die er mir empfahl habe ich mit eiserner Disziplin durchgeführt. Doch es hielt einfach nicht auf. Medikamente habe ich nicht bekommen und auch keine genommen.

Bis einschlieslich 2017 :12 x starker Schwindel mit Erbrechen.
2018 bis Mai 2019: 9 x starker Schwindel mit Erbrechen.Im Mai dann beim HNO Artzt: Beidseitiger Vestibularausfall. Soll selten vorkommen.

Im Januar und Februar 2020 noch mal 3 schwere Anfälle. Selbst nachts im Bett! Ich war verzweifelt und hatte kein gefallen mehr an solch ein Leben.

Irgendwann habe ich mich im Internet informiert. Ich las von erfolgreichen OP: Öffnung des Schädelknochens um den Druck zu entlasten.

Druck im Ohr? Das brachte mich auf die Idee meine beiden Finger in die Ohren zu stecken um mit ihnen einen Unterdruck oder einen Sog herzustellen.Mit einigem probieren bekommt man es schnell heraus. In diesem Monat hatte ich noch einen schweren Anfall. Ich verstärkte meine Fingerübungen. Bis zu Hundert mal und öfters am Tag. Klack,klack,klack (Geräusch das entsteht.)

Heute ist der 6.9.2020. Bis heute keinen Anfall mehr gehabt. Auch keinen leichten Schwindel. Etwas diffuser Kopfdruck ist geblieben.

Cipin

Hallo Kurt….
Du bist der erste,der einen mehrmaligen Anfall…Ausfall hatte.ich hatte 2Ausfälle.Im Abstand von 15 Jahren…leide seit 2 JAHREN UNTER den Folgen.Bin nicht belastbar.Schön,für dich.Die Ohren Methode werde ich mal ausprobieren.

Kurt-Herbert Schultz

Hallo Cipin. Wie gesagt, ich bin kein Arzt. In meinem Fall ist es die einzige Hilfe diese Fingermethode. Seitdem habe ich keinen ernsten Anfall mehr gehabt. Ich wage es auch nicht, es noch einmal einzustellen. Den Versuch habe ich schon gemacht. Warst Du denn beim HNO Arzt?

Horst Ringforth

Hallo Iris, ich hoffe das es dir wieder richtig gut geht. Deinen Bericht habe ich aufmerksam gelesen und er baut mich etwas auf.
Am 7ten Mai hat es mich beim Auto fahren heftig erwischt. So heftig das ich die letzten 300 m bis zu Hause nicht mehr geschafft habe. Habe angehalten und ca1,5 Std gewartet und gehofft, aber es wurde immer schlimmer bis nach langer Hupaktion meinerseits Leute aufmerksam wurden u den Notarzt holten. Sofort wurde ein RTW gerufen u ich wurde ins Kh gebracht. Die Fahrt begleitet von ständigem Erbrechen. Nie in meinem Leben ging es mir so schlecht. Im Kh wurden alle notwendigen Untersuchungen gemacht mit der Diagnose Neuritis Vestibularis. Mir ging es immer schlechter. Konnte nichtmal mehr richtig sprechen. Nach drei Tagen wurde es langsam besser. Nach einer Woche wurde ich entlassen und laufe seitdem von Arzt zu Arzt. Ständig Schwindel der mich derart unsicher macht und ich mir nichts mehr richtig zutraue. Die Medikamente wurden abgesetzt. Gott sei Dank kein Cortison mehr. Jetzt ist die Sache 3 1/2 Monate alt. Ich mache täglich viele Übungen und glaube zu fühlen, das es ganz ganz langsam besser wird. An alle die so etwas noch frisch haben, seid geduldig. Das ist keine Krankheit die man mal eben mit ein paar Medikamenten beheben kann. Geduld, positiv denken u regelmäßig Übungen machen ist der Schlüssel zur Gesundheit. Ein Trost, wer es einmal hatte wird es höchstwahrscheinlich nicht nochmal bekommen.
Vielen Dank an Iris

Larissa Lohbusch

Hallo, ich habe den ganzen Bericht gelesen, ich bin jetzt in Woche 5. Der Schwankschwindel ist wieder weg, fühle mich nur immer noch nach rechts gezogen. Eine Woche wars gut und seit 1 Woche wieder alles wie vorher.
Das schlimmste ist, mir ist so unglaublich schlecht und dadurch kann ich nicht essen. Hattest du es auch???
5 Wochen dauer Übelkeit. 7 Kilo schon runter. Arbeiten kann ich noch lange nicht dran denken. Überall ließt man ja, dass es eig nur 3bis4 Wochen dauert.. ich fühle mich, als würde es niemals aufhören. Mein Leben macht gerade überhaupt keinen Spaß.

Freue mich auf eine Antwort

Nimet

Hallo larissa geht’s dir den jetzt gut

Isabell

Hi,
auch mich hat es mit der Krankheit erwischt. Überlagert wurde es durch mehrere Lagerungsschwindel, sodass das ganze nun seit über 4 Wochen geht.
Mit Kind und Haushalt in der corona-Zeit ist es jjcht einfacher. Mir tat es gut, deinen Bericht zu lesen. Zu wissen, dass man da nicht alleine ist, hilft.
Schläfe jede Nacht nur auf der linken Seite. Sobald ich mich nach rechts drehe, geht es leicht los. Vllt auch in Panik dabei. Jeden Morgen ist das schwammige Gefühl da. Es ist zermürbend. Ich bin so u geduldig. Mal geht’s besser fast perfekt und den nächsten Tag geht’s wieder 3 Schritte zurück mit der Genesung. War dies bei dir auch so?
Grüsse Isabell

Anna

Hallo Iris,bei dir ist es ca.ein Jahr her mit der
Krankheit,ich bin die 5 Woche Arbeitsunfähig
mit der selben Diagnose. Bei mir hat es 4 Wochen gedauert bis die Krankheit festgestellt
wurde.Zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht mehr
alleine laufen und habe pegmanent gebrochen.
Habe eine Schubteraphie mit Cortison verschrieben bekommen für 6 Tage, hatte alle Nebenwirkungen gehabt was man haben kann.
Die ersten zwei Wochen waren die schlimmsten
in meinem Leben. Habe schon mehrere OP hinter mir ,aber der Zustand war mit nichts zu vergleichen.
Mich würde es sehr interessieren wie lange es bei dir gedauert hat bis du Arbeitsunfähig warst und wie du dich jetzt fühlst.
LG Anna

San L

Huhu. Ich hätte da eine kurze Frage und hoffe, dass du mir vielleicht etwas die Angst nehmen kannst. Geht es wieder weg? Ich habe es seit 2 Wochen ca. Und die Symptome werden besser, aber ab und an geht es mir wieder schlechter. Bin einfach ratlos =( glg

Laura jenewein

Hallo Iris danke für deinen Beitrag. Ich liege gerade mit akuter neuritis vestibularis im Bett und an aufstehen ist noch lange nicht zu denken. Wie geht es dir mittlerweile? Weißt du noch wie lange deine schlimmsten Symptome waren? Ein Wahnsinn was der Körper alles produzieren kann. Hätte mir nie gedacht dass es so etwas gibt..

Susanne

Huch, das habe ich erst jetzt gelesen!! HOffentlich geht es dir schon bedeutend besser liebe Iris. Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute für deine Genesung. Susanne

Marion

Hallo liebe Iris! Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe das es dir schon wesentlich besser geht!

Hoffe du bist bald wieder fit und gesund. Alles Gute! lg Marion

Marcel

Alles Gute liebe Iris! Vielen Dank für den Bericht.
Cortison kann Verformungen bewirken: ja. Also hoffentlich kommst Du bald davon weg. Alles Liebe und Gute 🍀❤️🌺✨